to Vamandas

Der Österreicher Walther Eidlitz (Vamandas, 1892 - 1976) war schon in jungen Jahren ein über die Grenzen Österreichs hinaus bekannter erfolgreicher Schriftsteller. Eine unwiderstehliche Sehnsucht, nach Indien zu fahren, um dort die uralte Religion des Landes zu studieren, veranlasste ihn einige Zeit vor Ausbruch des 2. Weltkrieges, nach Indien aufzubrechen, mit der Absicht, auch seine Familie später dorthin nachkommen zu lassen. Der hereinbrechende Krieg verhinderte jedoch diese Pläne, und die jüdische Herkunft der Familie zwang Frau und Sohn, den Nazis zu entfliehen, um schließlich Zuflucht in Schweden zu finden.
      Zur gleichen Zeit wurde Vamandas als Ausländer in einem indischen Gefangenenlager interniert, wo er seinem Guru, Svami Sadananda Dasa, begegnete. Dort begann er mit den Unterweisungen, die über all die folgenden Jahre nie abbrechen sollten. (Siehe Teil drei "Sadananda" in dem Buch "Bhakta".)
      Nach seiner Entlassung aus dem Internierungslager wurde er auf Wunsch von Bhakti Hridaya Bon Maharaj in den Gaudiya-Vaishnavismus eingeweiht und erhielt den geistlichen Namen Vimala Krishna Vidyabinode Das. (Den Namen "Vamandas" hatte er von seinem ersten Guru, Shri, im Himalaya erhalten. Auch nach der Einweihung in den Vaishnavismus blieb dies der Name, bei dem ihn seine Freunde nannten). Wenige Tage nach seiner Einweihung in Bombay reiste Vamandas nach Europa und Schweden zurück und arbeitete dort unablässlich, um das Wissen der indischen Wortoffenbarung (Shastrams) durch Vorträge, Kurse und Bücher zu verbreiten. Die ganze Zeit über hat Sadananda ihm mit unermüdlicher Hingabe beigestanden, indem er ihn mit Material versorgte und seine Missverständnisse korrigierte.
      Einige Bücher (besonders "Die Indische Gottesliebe", auf Schwedisch "Krishnas Leende") enthalten leider viele Irrtümer Korrektur, weil Sadananda zu dieser Zeit nicht die Möglichkeit hatte, Vamandas' Übersetzungen zu prüfen. Die letzten Bücher und insbesondere seine Doktorarbeit "Krishna Caitanya, Sein Leben und Seine Lehre" geben jedoch einen hervorragenden Überblick über die Essenz der indischen Wortoffenbarung (Shastrams).
      Trotz der Fehler, die Vamandas am Anfang noch beging, schreibt Sadananda in einem seiner letzten Briefe an ihn: "Sagen Sie Ihren Freunden: Alles was sie für Sie tun, tun sie auch für mich." Dafür können wir Vamandas nicht genug danken. Nicht nur für die Bücher, die er uns hinterlassen hat, sondern auch dafür, dass er Svami zu uns in den Westen gebracht hat.
      Durch sein Lebenswerk leistete Vamandas Pionierarbeit, indem er durch eine europäische Sprache dem Abendland ein Wissen überbrachte, das zu dieser Zeit dort fast unbekannt war. Mit diesen Seiten, wird beabsichtigt, nach und nach einen Teil von Vamandas' Werken zu präsentieren.

 

Die wichtigsten herausgegebenen Werke von Walther Eidlitz auf Deutsch sind:

"Bhakta, Eine indische Odyssee"
(Claassen Verlag Hamburg, 1951)

"Die indische Gottesliebe", Korrektur
(Walter Verlag, Olten und Freiburg im Breisgau, Schweiz, 1955)

"Der Glaube und die Heiligen Schriften der Inder"
(Walter Verlag, siehe oben, 1957)

"Der Sinn des Lebens"
(Walter Verlag, siehe oben, 1974)

"Krishna Caitanya, Sein Leben und Seine Lehre"
(Acta Universitatis Stockholmiensis, Stockholm Studies In Comparitive Religion 7, Almqvist & Wiksell, Stockholm 1968)

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